Ukrainer und Russen streiten sich um den Heiligen Waldemar

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[Von Peter Mühlbauer] – Gedenkfeiern zum tausendsten Todestag des 1015 verstorbenen Herrschers von Nowgorod und Kiew.

Diesen Juli jährte sich der Tod des Heiligen Waldemar zum tausendsten Mal. Historiker kennen den unehelichen Sohn des Rurikidenknes Swjatoslaw I. vor allem als Wladimir I. Swjatoslawitsch. Er bekam 977 als Herrschaftsbereich die russische Stadt Nowgordod zugewiesen und musste nach einem Erbstreit zu seinem Onkel nach Schweden flüchten. Dort stellte er eine frische Wikingertruppe zusammen, mit der er nicht nur Nowgorod, sondern auch Kiew einnahm, wo sein Halbbruder Jaropolk herrschte. Als der verhandeln wollte, ließ der Heilige Waldemar ihn töten und sich selbst zum Alleinherrscher über das Reich der Rus ausrufen.

Danach unterwarf er ein paar türkische, finno-ugrische und ostslawische Stämme in der Nachbarschaft und vergrößerte sein Herrschaftsgebiet noch einmal deutlich. Heilig gesprochen wurde er, weil er seinen Untertanen im Rahmen einer Allianz mit dem Byzantinischen Reich und einer Ehe mit einer Tochter des dortigen Kaisers Romanos II. 988 das Christentum als Staatsreligion verordnete.

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