Ukraine: Schwierigkeiten mit der Legitimationsgeschichte der „Revolution der Würde“

Foto: Wikipedia/Mstyslav Chernov CC BY-SA 3.0Foto: Wikipedia/Mstyslav Chernov CC BY-SA 3.0
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[Von Florian Rötzer] – Die Aufklärung der Maidan-Morde kommt nicht voran.

Eine offene Wunde in der Ukraine ist die vollständige Aufklärung der Maidan-Morde und die Strafverfolgung der Täter. Die Maidan-Morde stellen mit der Verklärung der Toten unter den Demonstranten – nicht aber der Polizisten – zu den „himmlischen Hundert“ die Ursprungs- und Legitimationserzählung der neuen Ukraine nach dem Sturz von Janukowitsch dar, verklärt als „Revolution der Würde“ (Bildungsministerium will den Euromaidan als neuesten Nationalmythos etablieren).

Präsident Poroschenko feiert nicht nur immer wieder ausgiebig den Gedenktag und die Erinnerung, er stellt sich auch als Angehöriger der Maidan-Bewegung dar: „Ich war Teilnehmer am Maidan vom ersten Abend an bis zu den letzten Tagen.“ Jetzt sagte er am Samstag, am „Tag der Würde und der Freiheit“, da am 21. November 2013 die Maidan-Bewegung begonnen haben soll, dass er nicht mit den Ermittlungen zu den Maidan-Schüssen zufrieden sei. Erst vor kurzem gab es deswegen einen scharfen Rüffel durch den Europarat: Tragödie von Odessa: Europarat bescheinigt ukrainischer Regierung Versagen.

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