Ukraine mischte sich in US-Wahlkampf ein

Foto: commons.wikimedia/ Andrew J.Kurbiko CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

[Von Peter Mühlbauer] – Vertreter von US-Geheimdiensten machen in Leitmedien seit Wochen mit der Behauptung Schlagzeilen, Russland habe sich zugunsten von Donald Trump in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt. Beweise dafür kennt die Öffentlichkeit bislang nicht – obwohl es geheim gehaltene Informationen geben könnte, die Trump dazu brachten, selbst daran zu glauben, wie er inzwischen verlautbart.

Dafür hat Politico jetzt Belege für die Einmischung eines anderen osteuropäischen Landes in den US-Wahlkampf gefunden: der Ukraine. Deren US-Botschaft half den Recherchen des Portals nach einer Tochter ukrainischer Einwanderer, die Material gegen Donald Trumps zeitweiligen Wahlkampfmanager Paul Manafort zusammenstellte und sich dabei mit der Demokratischen Partei abstimmte. Botschaftsmitarbeiter, die anregten, auch mit Republikanern zu reden, wurden angeblich angeschrien, das mache man nicht, weil Hillary Clinton sowieso gewinnen würde.

Dies Vorwürfe gegen Manafort führten dazu, dass der Wahlkampfmanager seinen Posten räumte, nachdem die New York Times berichtete, sie habe von der ukrainischen Antikorruptionsbehörde erfahren, dass Manaforts Name auf „handgeschriebenen Kontozetteln“ auftaucht sei, die den Schluss nahelegten, dass ihm die „Partei der Regionen“ des 2014 gestürzten ukrainischen Präsident Viktor Janukowitsch zwischen 2007 bis 2012 insgesamt 12,7 Millionen US-Dollar überwies. Angeblich ermittelte die ukrainische Antikorruptionsbehörde deshalb, ob der Amerikaner in ein „System“ verwickelt war, in dessen Rahmen auch Geld an ukrainische Wahlbeamte floss.

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