Ukraine: Grüne Gentechnik durch die Hintertür?

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[Von Brigitte Zarzer] – Die neue Führung sucht Investoren. Mit Krediten aus dem Westen könnte aber auch eine agropolitische Wende in Richtung Agro-Gentechnik stattfinden.

Mit mehr als 30 Millionen Hektar Agrarfläche und fruchtbarem Schwarzboden ist die Ukraine höchst attraktiv für das Agro-Business. Ukrainische und internationale Agrar-Holdings pachten seit etlichen Jahren Land zu niedrigen Preisen. NGOs sprechen von Landgrabbing.

Investoren dagegen fürchten die instabile politische Lage und wünschen sich mehr Investitionssicherheit. Unter Ex-Präsident Wiktor Janukowitsch wollte man verstärkt mit China kooperieren und das Land im Gegenzug für technische Investitionen mit gentechnik-freien Lebensmitteln wie Mais versorgen. Nach dem Machtwechsel versucht der neue Landwirtschaftsminister Alexej Pawlenko indes westliche Investoren zu gewinnen und Erleichterungen für Exporte in die EU zu erreichen. NGOs befürchten allerdings, dass Agro-Gentechnik „über die Hintertür“ auf die Felder kommen könnte. Und die Linksfraktion spricht von einem „Ausverkauf“ der Ukraine zu Lasten kleinerer Landwirte.

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