Ukraine: Der Rückzug von Militär und Waffen fand nicht statt

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Die Nachrichtenagentur TASS berichtet,  die für Dienstag beschlossene Entflechtung an der Kampflinie bei Lugansk, d.h. der Rückzug von Soldaten und Ausrüstung bis hin zu Panzern und schweren Geschützen habe nicht stattgefunden. Schuld daran sei die Haltung Kiews gewesen, sagte der bevollmächtigte Vertreter Russlands in der Kontaktgruppe zur Beilegung der Ukraine Boris Gryslow. „Wir warten jetzt auf die Kommentare der OSZE Beobachter-Mission.“

Die Mitglieder der Kontaktgruppe für die Konfliktregelung im Donbass haben am 1. März vereinbart, dass am 7. März Militär und Waffen im Gebiet Lugansk zurückgezogen werden soll. Dieses Gebiet gehört zu der ersten sogenannten Sicherheitszone, die im Donbass gemäß den Vereinbarungen im September vergangenen Jahres eingerichtet werden muss. Bisher ist ein Rückzug der Streitkräfte nur an zwei Orten gelungen – in der Nähe vom Dorf Petrovsky (DVR) und bei der Stadt Solotoe (LVR). Alle Versuche, eine Sicherheitszone in der Nähe von Lugansk einzurichten, sind bisher gescheitert.

Die ukrainische Regierungsseite erklärte sich nur unter der Bedingung einer siebentägigen Waffenruhe zum Rückzug bereit, die Vertreter der Volksrepubliken erklärten sich bereit, wenn die andere Seite mitmache.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.