Turn-EM: Russland gewinnt Medaillenwertung dank der Frauen [mit Fotos]

Ksenia Afanasiewa erringt Gold im Bodenturnen und damit den vierten Sieg für die russischen Frauen bei der Europameisterschaft

Bildschirmfoto 2015-04-19 um 19.32.38
image_pdfimage_print

Auch am Finaltag der laufenden Turn-Europameisterschaften im französischen Montpellier gab es wieder einen russischen Sieg bei den Damen, als Ksenia Afanasiewa (Foto) den Einzel-Wettbewerb im Bodenturnen für sich entschied.

Zwei russische Erfolge am Finaltag

Hinter ihr landete die Britin Fragapane auf Silber, Giulia Steingruber aus der Schweiz, die den Mehrkampf gewonnen hatte, holte Bronze. Auf dem Schwebebalken wurde die russische Teilnehmerin Maria Charenkowa sechste, während hier die Rumänin Andreea Munteanu ganz oben auf dem Treppchen landete. Auch bei den Herren gab es am Abschlusstag Edelmetall für Russland durch eine Silbermedaille für Denis Abljasin an den Ringen punktgleich mit dem Franzosen Said.

Russland führende Turnnation Europas dank der Damen

Mit vier Gold-, fünf Silber- und einer Bronzemedaille erkämpfte sich die russische Mannschaft damit die Spitzenposition im Medaillenspiegel der EM. Den entscheidenden Anteil daran haben die Frauen, die drei von vier Goldmedaillen gewannen und damit europaweit unangefochten erfolgreich sind, während bei den russischen Männern im Vergleich zu früheren Zeiten noch einige Luft nach oben ist. Das Turnen auf Europaebene nimmt damit für Russland einen ähnlichen Lauf wie der Eiskunstlauf, wo ebenfalls die Damen die „eigentlichen“ Stars für die Russen bei allen Meisterschaften sind. Jedoch haben die Turnerinnen auf Weltebene noch keine so dominante Stellung wie die Eisläuferinnen aufgrund der noch stärkeren Konkurrenz aus den USA und China.

Für den deutschsprachigen Raum gab es in Montpellier Medaillen nur durch die Schweiz dank der dortigen Ausnahmeturnerin Giulia Steingruber aus dem Kanton St. Gallen.

Alle Fotos von der EM in Montpellier: (c) 2015 Stefan Wurzer