Trump zu CBN: Putin wäre mit Clinton glücklicher gewesen

Präsident Donald Trump gab dem CBN im Weißen Haus ein Exklusiv-Interview unter vier Augen. Es erscheint mitten im Medienwirbel, in dem das Thema Russland und die Wahl immer noch  die Schlagzeilen dominiert. Mit offenen Worten und ganz entspannt spricht Trump mit dem rechtskonservativen CBN-Gründer Pat Robertson. Das Interview sendet CBN in vollem Umfang am Donnerstag.

Der Präsident sprach eine breite Palette von Fragen an, vom russischen Präsidenten Wladimir Putin bis zur nordkoreanischen Bedrohung, sowie das Problem der Terrorismusfinanzierung aus den Ländern des Nahen Ostens.

Hier einige Auszüge, wie Trump sein Verhältnis zu Putin und Russland definiert, wenn er ohne Adrenalin mit Freunden plaudert.

Im Kern, so Trump, sind unsere Ziele anders als die Putins. Er selbst arbeite für die Interessen  Amerikas, während Putin für die von Russland kämpfe.
„Er will, was für Russland gut ist, und ich will, was für die Vereinigten Staaten gut ist. In einem Fall wie Syrien, wo wir zusammenfinden können, beschließen wir eine Waffenstillstandspause. Und es gibt viele andere Fälle, in denen übereinzukommen eine gute Sache wäre. Aber eins steht fest, Putin arbeitet für Russland und Trump arbeitet für die USA.“
„Manchmal kann man sich nicht einigen, manchmal ja. Aber wir hatten ein gutes Treffen, von Angesicht zu Angesicht und für alle überraschend lang. Das war eine gute Sache und keine schlechte. Ich denke wir kommen sehr gut miteinander aus, was ebenfalls gut und nicht schlecht ist.“

„Einige meinen: Oh, sie sollten nicht miteinander auskommen! Nun, wer sind die Leute, die das sagen. Erneut, wir kommen sehr gut miteinander aus. Wir sind eine ungeheuer starke Atomkraft und sie sind es auch. Es macht keinen Sinn, keine Beziehung zu haben.  Ich glaube, es ist wichtig, im Dialog zu stehen. Und wenn wir keinen Dialog haben, schafft das unseren Ländern eine Menge Probleme. Wir brauchen den Dialog. Wir brauchen den Dialog mit allen.“

Zum Thema Wahlbeeinflussung argumentierte der Präsident, die Idee, dass Russland ihm helfen wollte, die Wahl zu gewinnen, sei eine unlogische Schlussfolgerung. Putin wäre eigentlich mit Hillary Clinton im Weißen Haus glücklicher gewesen, weil er das U.S.-Militär und den Export von US-Energie ausbaut, was Russland nicht gefallen kann.

„Wenn Hillary gewonnen hätte, würde unser Militär dezimiert und unsere Energie viel teurer werden. Ich wollte ab dem ersten Tag ein starkes Militär. Wir sind das mächtigste Land der Welt und wir werden immer mächtiger, weil ich ein großer Militär bin. Das ist es, was Putin an mir nicht mag. Das kann er nicht begrüßen. Warum sollte er mich mögen?“

„Und ab dem ersten Tag versuche ich die Energiepreise niedrig zu bekommen statt auf teure Windenergie zu setzen  So gibt es viele Dinge, die ich tue, die genau das Gegenteil von dem sind, was Putin hören will. Russland braucht anderes als steigende Militärausgaben. Wenn ich enorme Energiemengen brauche, dann öffnen wir die Kohlegruben, wir steigern die Erdgasförderung und wir intensivieren Fracking. Alles Dinge, die Putin nicht gefallen können. Aber das erwähnt niemand.“

Wenn ich höre, Putin habe stets Trump lieber im Amt gesehen, denke ich: wohl eher nicht. Dennoch war unser erstes face-to-face-Treffen auf dem G20-Gipfel produktiv.

[hub/russland.NEWS]