Trump und Putin trafen beim G-20-Gipfel ein zweites Mal aufeinander

Präsident Putin und Präsident Trump G20 2017 Bild © kremlin.ru

Donald Trump und Wladimir Putin haben sich beim G-20-Gipfel vor anderthalb Wochen zu einem zweiten, zuvor unbekannten Austausch getroffen.

Gemäß der Aussage eines Offiziellen aus dem Weißen Haus gegenüber Fox News habe es sich dabei um ein kurzes Gespräch im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens der versammelten Regierungschefs gehandelt. Zunächst habe Trumps Frau Melani neben Putin gesessen, später habe der US-Präsident sich neben Putin gesetzt und mit diesem mit Hilfe eines russischen Dolmetscher gesprochen.

Das Weiße Haus wies Berichte zurück, deren zufolge es sich bei dem Gespräch um ein „Treffen“ gehandelt habe: „Die Unterstellung, dass das Weiße Haus versucht habe, ein zweites Treffen zu vertuschen, ist falsch, böswillig und absurd“. Weiterhin sei es nicht nicht nur absolut normal, sondern Teil der Pflichten eines Präsidenten, mit den Führern der Welt zu reden.

Details über das Gespräch sind unklar.

Aus Berichten deutscher Medien auf Grundlage von Agenturmeldungen ist die Rede davon, dass die übrigen Teilnehmer des Abendessens von dem Verhalten Trumps und Putins verwundert gewesen seien, da die Abwesenheit eines weiteren, amerikanischen Dolmetschers einen Verstoß gegen das „Protokoll der nationalen Sicherheit“ darstelle. Gemäß der Aussage eines angeblich anwesenden Vertreters eines Think Tanks hätten sich Trump und Putin mehr als eine Stunde lang „privat und lebhaft“ miteinander unterhalten.

Der Präsident der Vereinigten Staaten entgegnete am Mittwoch kurz vor 3 Uhr MESZ auf Twitter hinsichtlich der Vorwürfe folgendes:

„Die Fake-News-Geschichte über ein Geheimessen mit Putin ist ein „schlechter Scherz“. Alle G-20-Führer und ihre Ehepartner wurden von der deutschen Kanzlerin eingeladen! Die Presse wusste das!“

„Die Fake News werden mehr und mehr unehrlich! Selbst ein in Deutschland für die Führer der Top 20 arrangiertes Abendessen wird genutzt, um mich schlecht dastehen zu lassen!“

[jm/russland.NEWS]