Trollfabrik baut russisches Desaster [Video-Kommentar]

Die Sankt Petersburger Trollfabrik, ins Leben gerufen von regierungsnahen Kreisen steht offenbar im Zentrum der im Westen natürlich umfangreich ausgeschlachteten, russisch finanzierten Kampagne zur US-Präsidentenwahl.

Die Vorwürfe wiegen schwerer, als etwa die im gleichen Zusammenhang gegen RT oder Sputniknews – wurde hier ja offen mit Fakes gearbeitet und nicht etwa nur einseitig geschrieben, was ja auch deutsche Journalisten zeitgleich zugunsten von Hillary Clinton taten. Die Folgen für das Russlandbild im Westen, dass in Folge des Skandals von interessierten Kreisen dort nun wieder in den düstersten Farben ausgemalt werden kann zeigen, dass sich Russland mit der Installation dieser Einrichtung einen Bärendienst im weltweiten beidseitigen Meinungskrieg erwiesen hat.

Über den Autor

Roland Bathon
Geboren 1970 in Franken und dort seitdem wohnhaft, aber regelmäßig in Russland und mit familiären Banden dorthin. Zum Thema Russland bin ich ursprünglich über meine allgemeine Osteuropa- und Reiseleidenschaft in den 90er Jahren gekommen und habe in den folgenden Jahrzehnten das Land ausgiebig individual kennengelernt. Später habe ich auch mehrere Bücher über Russlandreisen und andere Russlandthemen mit verfasst, bis es mich Mitte des letzten Jahrzehnts mehr und mehr in die Richtung Film, vor allem den Schnitt verschlagen hat. Bei russland.RU seit 2007 zuständig zunächst für den Aufbau und bis heute die inhaltliche Schwerpunktsetzung von russland.TV. Bei Eigenproduktionen meist zuständig für den Schnitt und eine Art Schaltzentrale für viele wichtige Mitarbeiter und Kontakte.