Trauer in Tartastan nach Flugzeugabsturz

Beim Boeing-Absturz kamen insgesamt 50 Menschen ums Leben: sechs Besatzungsmitglieder und 44 Fluggäste. Die Behörden von Tatarstan erklärten den 18. November zum Trauertag.

Unter den Toten befindet sich eine 54 jährige britische Bürgerin und der 23-jährige Sohn von Rustam Minnichanow, dem Präsidenten von Tatarstan, Irek Minnichanow. Unter den Toten ist auch Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB von Tatarstan, Alexander Antonow. General Antonow hatte die Sicherheitsbehörde Tatarstans seit Juni 2011 geleitet.

Die Boeing 737 der Fluggesellschaft „Tatarstan“, die aus Moskau flog, stürzte beim Landungsanflug auf dem Flughafen in Kasan ab.

Die Fluggesellschaft „Tatarstan“, der die Boeing gehört, erklärte, dass das Flugzeug in einem einwandfreien Zustand war.

Die Ursache der Katastrophe ist bisher unklar, aber es ist bekannt, dass die Maschine zweimal zur Landung ansetzte, und ein weiterer Versuch verursachte das Unglück. Die abgekippte Boeing streifte mit einem Flügel den Boden, fing Feuer, und die Kraftstoffbehälter explodierten.

Die Besatzungsmitglieder der abgestürzten Boeing hatten Fluglotsen im Voraus gemeldet, dass die Maschine zur Landung auf dem Flughafen, vermutlich wegen technischer Probleme, nicht bereit ist, so eine Information der Behörden der russischen Teilrepublik Tatarstan.

„Alle Umstände werden im Moment präzisiert. Es werden Proben des Flugkraftstoffs (Kerosin), von Schmierstoffen usw. genommen. Es werden ausführliche Gutachten durchgeführt“, sagte Alexander Poltinin, Direktor der Wolga-Ermittlungsverwaltung für Transportwesen.

Zuvor hatte ein Vertreter des russischen Ermittlungskomitees für Tatarstan mitgeteilt, dass alle Versionen der möglichen Unglücksursache geprüft würden: Klimaverhältnisse, Pilotenfehler, die Kraftstoffqualität oder ein Terroranschlag.

Bei der Bruchlandung der Linienmaschine Boeing 737-500 Moskau – Kasan kamen alle 44 Fluggäste und sechs Besatzungsmitglieder – ums Leben.

Der 18. November wurde in Tatarstan zum Trauertag erklärt.

Am Trauertag werden Flaggen an allen Staatseinrichtungen auf halbmast gesetzt. Darüber hinaus wurde lokalen Fernseh- und Rundfunksendern empfohlen, keine Unterhaltungssendungen auszustrahlen.