Timoschenko mal wieder

Julia Timoschenko, die als Präsidentschaftskandidatin angetreten ist, hat auf einer Pressekonferenz in Nikolajew klar gestellt, sie sei als einzige in der Lage, die Reformen, die das Land dringend braucht, durchzuführen.

Sollte das Land einen anderen Kandidaten wählen, sei eine „dritte Runde der Revolution“ nicht zu vermeiden. „Ich will nicht länger die Verantwortung für die Misserfolge der Revolution tragen, aber wenn das Land einen anderen zum Präsidenten wählt – und eigentlich habe ich jetzt nur einen Rivalen –, denke ich, dass wir die dritte Runde der Revolution wagen müssen, weil ich sonst keine Chance für Veränderungen sehe. Ich kenne diese Leute.

Sie sprach auch über ihren Gesetzentwurf, von dem sie behauptet, er würde helfen, das Problem der Korruption zu lösen, gab aber zu, dass „viele Vertreter der oligarchischen Autoritäten“ einschließlich ihres Hauptrivalen für das Präsidentenamt, Pjotr Poroschenko, sich dafür nicht interessieren würden.
Gemäß der letzten Meinungsumfrage wird Poroschenko von 33,3 % der Befragten, Timoschenko von 10% unterstützt.

Julia Timoschenko fiel bereits mit dem Vorschlag auf, den Veteranen des 2. Weltkriegs die Durchführung der 9. Mai-Paraden zu untersagen.

Ausserdem hat Timoschenko in weiser Voraussicht bereits die Euromaidaner aufgerufen, den Platz weiter zu besetzen und stärker abzusichern, der Kampf wäre noch nicht zu Ende.