Technik oder Terror: Rätselraten um Flugzeugabsturz

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Die Meldung traf heute morgen Russland wie ein Schock: Der Absturz einer russischen Passagiermaschine über der Halbinsel Sinai, die mit 224 Urlaubern und Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Heimweg nach Sankt Petersburg war.

Nachdem sich der IS als vorgeblicher Verursacher per Terroranschlag bekannt hat, schossen die Spekulationen ins Kraut. Die meisten fundierteren Meldungen sprechen dagegen von einem technischen Versagen als Absturzursache –  menschliches Versagen scheint weitgehend ausgeschlossen zu werden können. Der Pilot war mit 12.000 Flugstunden äußerst erfahren. Auch meldete er per Funk vor dem Absturz technische Probleme. Das russische Verkehrsministerium dementierte derweil Meldungen, nach denen der Abschuss durch eine Boden-Luft-Rakete verursacht worden sei. Auf der Halbinsel Sinai, die zu Ägypten gehört, gibt es in der Tat islamistische Terroristen, die von der Armee bekämpft werden. Dass sie technisch zum Abschuss einer Passagiermaschine in der Lage sind, wird jedoch von Experten bezweifelt.

Es handelte sich um eine Maschine des Typs Airbus A-312, der der Charterlinie Metrojet gehörte, einer Tochtergesellschaft der Kogalymavia, einer Fluglinie aus Tjumen. Mit Überlebenden wird nicht gerechnet, da der Absturz in schneller Geschwindkeit erfolgt sein soll. Bereits 150 Leichen soll man geborgen haben, mit Überlebenden wird nicht gerechnet. Neben Russen waren auch drei ukrainische Staatsbürger an Bord. Unter anderem 17 Kinder sollen in der Maschine gesessen haben. An morgigen 1. November hat der russische Präsident Putin Staatstrauer angeordnet. Wenn sich neue Informationen wegen des Absturzes ergeben, werden wird darüber berichten.

Foto: Ein Airbus A-320 von Metrojet, Sergey Kustov, Creative Commons