„Das syrische Raqqa hat das Schicksal Dresdens 1945 erlitten“

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Kampfflugzeuge der USA und der Koalition haben das syrische Raqqa zerbombt wie seinerzeit das deutsche Dresden im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und bei der Operation zur Befreiung der Stadt von den IS-Terroristen wurden Tausende syrische Zivilisten getötet, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Sonntag.

„In Raqqa hat sich das Schicksal Dresdens im Jahr 1945, das durch das britisch-amerikanische Bombardement ausgelöscht wurde, wiederholt.“

Washington, Paris und Berlin würden jetzt ankündigen, dass sie Millionen von Dollar und Euro für die Wiederherstellung des friedlichen Lebens dort zur Verfügung stellen, aber in Wirklichkeit wollen sie nur „Beweise der barbarischen Bombardierung durch die Kampfflugzeuge der USA und der Koalition vertuschen. In den Ruinen von Raqqas, das sie vom IS befreit haben, sind Tausende von Zivilisten begraben“, sagte der Sprecher.

Heute beeile sich der Westen, Gelder zur Verfügung zu stellen, während die USA, Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich sich früher weigerten, Syrien zu unterstützen.

Der erste stellvertretende Leiter des Föderationsrates, Frants Klinzevitsch, sagte Reportern am Sonntag, dass es dem Westen wahrscheinlich gar nicht einmal darum gehe, die Spuren der barbarischen Bombardierung zu vertuschen, sondern dass hier höchstwahrscheinlich versucht werde, ein Zentrum in Syrien zu schaffen, das nicht von der syrischen Regierung, sondern von der westlichen Allianz kontrolliert wird.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.