Syriens Rebellen verhandeln mir Russland

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Die „Financial Times“ meldet unter Berufung auf mehrere syrische Oppositionsvertreter, dass syrische Rebellenvertreter Verhandlungen mit Russland aufgenommen haben, um eine Lösung für den seit rund fünf Jahre andauernden Bürgerkrieg zu finden.

Die Rebellen zögen sich fluchtartig zurück und ergäben sich zu Tausenden. Ein Rebellenkommandeur sagte, es ginge darum, die Situation zu beruhigen und wichtige Güter in die Stadt zu bringen. „Selbst wenn nur ein einziger Sack Reis reinkäme. Derzeit wird alles gebraucht, vom Treibstoff bis Medizin.“

Die Verhandlungen seien durch die Vermittlung der Türkei zustande gekommen. Die türkische Regierung habe nach mehreren Gesprächen mit Moskau ihre Unterstützung der Rebellen praktisch eingestellt. In die Gespräche seien weder die USA noch die UN, deren beider Vermittlungsversuche vollständig gescheitert waren, eingebunden.

Mehr als ein Drittel des bisher von den Rebellen beherrschten Ostens Aleppos hat die syrische Armee in der vergangenen Woche unter ihrer Kontrolle gebracht. Auch im übrigen Syrien gewänne die syrische Armee die Oberhand.

Nachdem sich immer mehr islamistische Kämpfer ergeben haben, hätten in der Umgebung von Damaskus ca. 2.000 Islamisten ihre Waffen niedergelegt. Sie wurden mitsamt ihren Familien in Bussen nach Idlib in Nordsyrien gebracht.
(hmw/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.