Stoßtruppführer im Informationskrieg

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In den Räumen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin präsentierte der Autor Boris Reitschuster am Mittwoch sein jüngstes Buch „Putins verdeckter Krieg. Wie Moskau den Westen destabilisiert“ (Econ Verlag). Er gilt seit langem als Putinkritiker der allerstrengsten Observanz. Bis 2011 arbeitete er für das Magazin Focus in Moskau, verließ dann aber die russische Hauptstadt und zog nach Berlin – wie er behauptet, aufgrund von „Morddrohungen“.

Anfang 2015, nach 16 Jahren, trennte Focus sich von ihm. Seine Anti-Putin-Mission, so hieß es in der Branche, war wohl selbst den westorientierten Münchenern etwas zu viel des Guten.

Stramm auf Westkurs

DGAP und Reitschuster passen zueinander. Seit dem Weggang von Alexander Rahr als Programmleiter Osteuropa 2013 fährt die Gesellschaft einen strammen Westkurs. Zusammen mit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), wo der Einfachheit halber eine US-Bürgerin die Osteuropa- und Eurasienverantwortung innehat, dem German Marshall Fund und zwei, drei weiteren Organisationen bildet die DGAP so etwas wie den deutschen Generalstab im Informationskrieg mit Russland. Boris Reitschuster, um der Terminologie treu zu bleiben, ist der Stoßtruppführer.

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