Stiftung Raduga berichtet: Das Leben in Russland ist voll!

17.10.2013 047
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Immer wieder erlebe ich es: einige Tage in Russland sind wie einige Wochen oder gar Monate bei uns im Westen – das Leben ist intensiver, deshalb auch anstrengender! Kommt wohl daher die unglaubliche Tragfähigkeit des russischen Volkes? – An was diese Intensität liegt? Vielleicht daran, dass die Russen dem Augenblick ihre volle Aufmerksamkeit schenken. Was gerade jetzt geschieht, ist ihnen wichtig. Ich versuche es auch so zu machen, während ich in Tarussa weile und möglichst viele unserer RADUGA-Freunde besuchen möchte. Und so bekommt das Leben mit einemmal mehr Inhalt!

Der Besuch auf dem Friedhof von Lopatino. Wir möchten Swetlanas Grab aufsuchen, zusammen mit ihrer Mutter. Wir haben Blumen mitgebracht, aber nicht daran gedacht, auch eine Plasticflasche mitzunehmen. Der Mann, der am daneben liegenden Grab wohl auch um jemanden trauert, hat unser Problem sofort erfasst: Schon hält er eine Flasche in der Hand, fragt uns, wo ungefähr er mit seinem Sackmesser den obersten Teil abschneiden soll, und reicht uns die Flasche – Wasser ist in der Nähe, das Problem ist gelöst. Das ist ein kleines grosses Ereignis. Es hat nur wenige Minuten gedauert, aber es erfüllt mich sehr!

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