Stefan Dürr: “Einfach Mist”

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Einer der profiliertesten deutschen Unternehmer in Russland, der Landwirt und Landmaschinenhändler Stefan Dürr, hat in einem Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur Sputnik davon gesprochen, dass die „ganze politische Situation natürlich einfach Mist“ sei. Der Landmaschinenhandel sei durch die „ganzen Sanktionen und durch die ganze Situation radikal eingebrochen, dem Geschäft geht es im Moment sehr schlecht“.

Dürr, der in einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb im Odenwald aufgewachsen ist, kam Anfang der Neunzigerjahre als Praktikant in die Ex-UdSSR. 1994 gründete er die Gesellschaft EkoNiva, die in den Folgejahren erfolgreich Landmaschinen aus den USA importierte. Später diversifizierte EkoNiva in die Milcherzeugung, kaufte und verpachtete eigenes Acker-und Weideland und ist heute mit 200.000 Hektar und 52.000 Milchkühen an sechs russischen Standorten der größte Rohmilcherzeuger sowohl in Russland als auch in ganz Europa.

Anleihen unter Druck
Das Unternehmen finanziert sich seit einigen Jahren auch über Euro-Anleihen der deutschen Muttergesellschaft Ekosem-Agrar. Bedingt durch die russische Wirtschaftskrise und den Kursverfall des Rubels steht das Unternehmen gegenwärtig unter hohem Druck. Die Anleihe mit Laufzeit März 2017 (Kupon 8,75 Prozent) wird zurzeit mit einer Rendite von 12,6 Prozent gehandelt. Im Dezember 2014, zum Höhepunkt der jüngsten Rubelkrise, war das Papier auf knapp über 60 Prozent des Nennwerts gefallen.

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