Stalins Henker bekommen ein Gesicht

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[Von Eugen von Arb] – Der Vorgang ist unglaublich: In einer Zeit, in der man in Russland wieder Stalin-Denkmäler enthüllt und Organisationen, die sich mit der Aufklärung von Verbrechen des NKWDs beschäftigen, vom Staat in Ecke gedrängt werden, nennt plötzlich jemand Namen – die Namen von Stalins Henkern.

Über die stalinistischen Verbrechen, die Massenmorde und das Gulag offen zu sprechen, ist trotz der wachsenden Behinderung durch den Kreml bis heute möglich. Doch bis jetzt war dieses Grauen, das in praktisch jeder russischen Familie ihren Schrecken hinterlassen hat, anonym. In einer unglaublichen Arbeit hat die Organisation „Memorial“ Riesenmengen an Daten über den sowjetischen Repressionsapparat zusammengetragen. Im Rahmen der Aktion „Die letzte Adresse“ wurde auch begonnen, den Millionen von Opfern ein Gesicht zu geben.

Die unzähligen Täter blieben jedoch bis heute im Dunkeln, und mit einer Anweisung von Präsident Putin wurden die geheimen Archive des NKWD auf weitere Jahre dem Zugriff der Öffentlichkeit vorenthalten.

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