Stadt Moskau fördert Ansiedlung von High-Tech-Firmen

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[Von Ullrich Umann/gtai] Moskau – Mitten in Moskau entsteht eine Technopolis. Hier sollen sich Firmen mit High-Tech-Produktionen und Entwicklungszentren niederlassen. Deutsche Unternehmen sind gern gesehen, aber nicht unbedingt Erstansiedlungen. Technopolis eignet sich eher für Gesellschaften, die wissensintensive Produkte und Dienstleistungen anbieten und speziell in und um Moskau Geschäfte abschließen wollen. Oder für Firmen, die in Russland schnell gewachsen sind und nun Konsolidierungsbedarf haben. (Kontaktanschriften)

„Ausländische Produktionsunternehmen sollten eine Investition durchaus auch in der russischen Hauptstadt wagen“, mit diesem Aufruf leitete Stefan Peikert, verantwortlich für internationale Beziehungen in der Technopolis, seine Ausführungen ein. „Ja, Moskau ist ein teures Pflaster, die Löhne liegen über dem Landesdurchschnitt. Gleichfalls kann es Schwierigkeiten mit dem Katasteramt geben, mit Baugenehmigungen, mit den Anschlüssen für Elektroenergie, Gas und Wasser.“

„Dies ist in Technopolis aber kein Thema. Wir bieten Unternehmen Produktionsfläche im plug-andplay-Verfahren an. Das Einholen von Genehmigungen ist denkbar einfach und unser Objekt eignet sich von der Fläche sowie von der Versorgungssicherheit her sogar für Rechenzentren. Gleich zwei, voneinander unabhängige Starkstromanschlüsse verhindern Stromausfälle.“, so Stefan Peikert weiter.

Bei Technopolis handelt es sich um ein Projekt der Moskauer Stadtregierung zur Wiederbelebung des ehemaligen Automobilwerks „Moskwitsch“. Auf 220.000 qm generalüberholter Fabrikfläche und weiteren 33.000 qm modernisierter Büro- und Servicefläche siedeln sich derzeit High-Tech- Firmen aus folgenden Bereichen an:

– „Advanced Materials, Surfaces & Nanotech“,

– „MedTech, Medical Devices/Life Sciences“,

– „Microelectronics, Optics, Robotics, Automation“,

– „ICT Infrastructure“,

– „Advanced Manufacturing“.

Die Stadtregierung hat eigens ein Team aus erfahrenen Industrie-, Investitions- und Public- Relations-Experten zusammengestellt, um Hochtechnologiefirmen zu den Ansiedlungsmöglichkeiten in der Technopolis zu beraten und die Zeit vom Erstkontakt bis zur Produktionsaufnahme so kurz und angenehm wie möglich zu gestalten. „Wir bieten eine erstklassige Infrastruktur und werben um Vertrauen“, wie Peikert ausführte. Auf seiner Visitenkarte steht: „The future is made here“.

Das theoretische Konzept zur Gründung einer Technopolis wurde zwar ursprünglich in Japan entwickelt. Doch orientieren sich die Moskauer eher an europäischen Beispielen wie den Technoparks Berlin-Adlershof und Grenoble Minatec. Da Moskau über eine hohe Dichte an renommierten Universitäten und Forschungsinstituten verfügt, ist hier das Angebot an hochqualifizierten Fachkräften russlandweit mit am höchsten. Daher zielt Technopolis insbesondere auf Unternehmen ab, denen die Verfügbarkeit von geeignetem Personal wichtiger ist als geringe Lohnkosten.

Zu den Vorteilen der Moskauer Technopolis gehört das Vorhandensein eines eigenen Zollamtes, was die Ein- und Ausfuhr von Produkten beschleunigt. Die Körperschaftsteuer liegt in der Technopolis bei ermäßigten 15,5%, statt der landesweit geltenden 20%. Wissensintensive Produktionsfirmen können als Mieter in einem Technologiepark der Stadtregierung leichter Kooperationen mit deren Abteilungen und Institutionen verabreden. Darüber hinaus stellen sich Synergieeffekte ein, die sich fast automatisch aus Kontakten und Netzwerken aller in der Technopolis angesiedelten Firmen ergeben.

Die Stadtregierung bezweckt mit Technopolis nicht allein die Wiederbelebung des ehemaligen Automobilwerks. Daneben soll aus sozialen und kommunalpolitischen Gründen die voranschreitende Stadtmodernisierung mit einem zeitgemäßen wirtschaftlichen Inhalt ausgefüllt werden. Um dieser Entwicklung einen öffentlichkeitswirksamen Ausdruck zu verleihen, wird eigens die nahegelegene Metro-Station „Tekstilschiki“, eine altbackene Bezeichnung, die von der frühen Industrialisierung im 19. Jahrhundert zeugt, in „Technopolis“ umbenannt. Spätestens dann wird selbst den Millionen von Passagieren in der Moskauer Metro klar, dass an dieser Stelle etwas völlig Neues entsteht.

Kontaktanschriften: AEB Bussines LLC Fedor Plaskovitskiy, Energy Efficiency Labeling Officer (spricht Deutsch) ul. Krasnoproletarskaya 16, Haus 3 127473 Moskau, Russische Föderation Tel.: 007/495 234 27 64 – Apparat 152 E-Mail: fedor.plaskovitskiy@aebrus.ru, Internet: http://www.aebrus.ru

RuSEFF Werner Otto Peylo, Direktor (spricht Deutsch) ul. Skotoprogonnaya 27/26 109029 Moskau, Russische Föderation Tel.: 007/499 409 57 47 E-Mail: Werner.Peylo@ruseff.com, Internet: http://www.ruseff.com

OOO Ruselprom Wladimir Wasiljewitsch Dorochin, Generaldirektor Nowojasenewskij prospekt 32, korpus 1, office 1 117463 Moskau, Russische Föderation Tel.: 007 495/600 42 53, Fax: -600 42 54 Internet: http://www.ruselprom.ru