Spatak Moskau fordert 340.000 Euro von „Nazi-Fan“

Schlimme Szenen im Fußball-Stadion, die kein normaler Fußball-Fan sehen möchte. Foto: TVSchlimme Szenen im Fußball-Stadion, die kein normaler Fußball-Fan sehen möchte. Foto: TV
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Moskau. Der Premier-Liga-Verein Spartak Moskau fordert von dem Zuschauer, der eine Hakenkreuz-Fahne beim Pokalspiel bei Schinnik Jaroslawl geschwenkt hatte, 15 Millionen Rubel (rund 340.000 Euro) Schadenersatz, wenn er rechtskräftig von einem Gericht zu Schadenersatz verurteilt wird.

Beim Fußball-Pokalspiel in Jaroslawl, welches Spartak mit 1:0 gewann, war es am 30. Oktober zu extremen Ausschreitungen gekommen. In der zweiten Halbzeit prügelten sich angebliche „Fans“ aus beiden Lagern, rissen Stühle aus der Verankerung und warfen diese auf die anrückende Polizei. Auch bengalische Feuer und Knallkörper wurden gezündet und eine große Hakenkreuzfahne gezeigt. Die heranrückende Polizei setzte Wasserwerder ein und nahm 78 Bekloppte fest. Das Spiel konnte erst nach einer rund 20 minütigen Unterbrechung fortgesetzt werden. Schinnik Jaroslawl bekam als Sanktion: Ausschluss des Publikums für drei Spiele.

 

Der Disziplinarausschuss des Fußballverbandes von Russland (RFU) verurteilte darauf Spartak zum Ausschluss der Öffentlichkeit in zwei Heimspielen und außerdem zu einer Geldstrafe in Höhe von fast 14.000 Euro. Der angebliche ZSKA-„Fan“ mit der Nazi-Fahne wurde mit sieben Tagen Gefängnis von behördlicher Seite bestraft.

 

„Der Klub hat tatsächlich vor, ihm eine Klage auf 15 Millionen Rubel vorzulegen“, bestätigte der Presse-Sprecher von Spartak Moskau gegenüber „R-Sport“.