Skispringen: Russland startet mit neuem Trainer und Weltcup-Austragung in die neue Saison

Calgary
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In Klingenthal hat am Wochenende die neue Skisprung-Saison begonnen. Im Mannschaftswettbewerb belegten die Russen den zehnten Platz, im Einzelwettbewerb kam keiner der russischen Starter in den zweiten Durchgang. Der neue Cheftrainer, Matjaz Zupan, gibt die Saisonziele bekannt. Erstmals finden zwei Weltcup-Etappen in Nischni Tagil im Ural statt.

Eine große Skisprungnation ist Russland nie gewesen, da haben auch die Bemühungen des Verbandes der letzten Jahre um modernere Trainingsmethoden und der Aufschwung beim Bau neuer Schanzen im Vorfeld der Olympischen Spiele auf heimischem Boden (noch?) nicht viel geändert.

Die neue Saison beginnt Russland mit dem Slowenen Matjaz Zupan als Cheftrainer und ein paar neuen, jungen Gesichtern in der Mannschaft. Beim Auftakt im deutschen Klingenthal traten Ilmir Chasetdinow (aktueller russischer Skisprungmeister), Denis Kornilow, Wladislaw Bojarinzew und Maxim Maximotschkin an.

Der bekannteste russische „Adler“, Dmitri Wassiljew, hat seine Karriere, entgegen vielfältiger Gerüchte, nicht beendet. Nach einer Knieoperation ist der 34-jährige noch nicht wieder fit, hofft aber, später in die Wintersaison einsteigen zu können.

Zupan, der im Sommer verpflichtet wurde, hat unlängst die Ziele für die Saison bekanntgegeben. Sie sind bescheiden – fünfmal soll ein Russe unter die Top 10 kommen, genauso oft unter die besten 15., sagte der Chefcoach gegenüber der russischen Presse. In der Weltcup-Gesamtwertung sollten zwei oder drei Russen unter die besten 30 kommen, der beste davon unter die ersten zehn.

Einen Erfolg kann Russland aber bereits jetzt für sich verbuchen – nach der Modernisierung der Skisprunganlage bei Nischni Tagil im Ural werden dort vom 12. bis 14. Dezember die 7. und 8. Weltcup-Etappe ausgetragen, es wird zwei Abendspringen geben. Angemeldet haben sich über 60 Athleten aus 14 Nationen. Die Zuschauer erhalten freien Eintritt. Die Anlage gehört zu den „100 besten Schanzen der Welt“.

[sb/russland.RU]