„Sie waren Baumeister eines Konstrukts, an das sie selbst ganz fest glaubten“

Foto: commons.wikimedia/freiheitsfoo CC BY-SA 4.0Foto: commons.wikimedia/freiheitsfoo CC BY-SA 4.0
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[Von Ulrike Heitmüller] – Der Historiker Gerhard Sälter hat herausgefunden, dass sich der westdeutsche Geheimdienst im Kalten Krieg mit einem Phantom beschäftigte.

Die Gestapo hatte aus verschiedenen Agentennetzen des sowjetischen Militärgeheimdienstes GRU und Widerstandsgruppen einen Gesamtzusammenhang konstruiert und deren Angehörige als sowjetische Agenten hingestellt. Dies angebliche Netzwerk nannte sie „Rote Kapelle“.

Nach dem Krieg erfanden Altnazis bei der BND-Vorgängerinstitution „Organisation Gehlen“ wieder eine kommunistische Spionageorganisation: die angeblich neu erstandene Rote Kapelle. Die Organisation Gehlen ermittelte gegen dieses Phantom – in Wirklichkeit aber nicht gegen kommunistische Spione, sondern gegen Überlebende aus dem Widerstand.

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