Senator Kosatschow zum Treffen in Riga

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Der Leiter des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des russischen Föderationsrates Konstantin Kosatschow kommentiert die Ergebnisse des Treffens der Europäischen Union mit ehemaligen sowjetischen Republiken im Rahmen der Ostpartnerschaft.

Der russische Senator zeigte sich nicht verwundert darüber, dass die Europäische Union ihrem neuen Zögling Ukraine keine Visafreiheit einräumt. Auch mit Russland wurde keine Visafreiheit vereinbart, trotz jahrelanger Verhandlungen. Aber es gibt trotzdem einen Unterschied zwischen den Ukrainern und den Russen: Die Russen wollen visafrei in die Europäische Union reisen um dort ihr Geld auszugeben und die Ukrainer wollen visafrei reisen, um dort Geld zu verdienen. Mit anderen Worten: Die Russen unterstützen die Entwicklung der Tourismusindustrie und den Einzelhandel, die Ukrainer belastet mit ihrer billigen Arbeitskraft den auch so schon angespannten europäischen Arbeitsmarkt. Somit ist niemand in der Europäischen Union an einer Erleichterung der Zugangsbedingungen für die Bürger des Landes interessiert, an dessen Entwicklung die Europäische Union so interessiert ist.

Trotzdem steht Brüssel unter politischem Druck, denn man hat großmundig den Ukrainern ein besseres Leben versprochen und nun ist man gezwungen, irgendwelche unrealen Versprechungen zu machen – letztendlich muss man, auch zur Beruhigung der eigenen Wirtschaft, versuchen, die entstandenen Verluste durch das Ausbleiben der Russen zu kompensieren.

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