Schiitischer Führer empfiehlt Assad zurückzutreten

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Iraks einflussreicher schiitischer geistlicher Führer Moqtada al-Sadr hat dem syrischen Präsidenten Assad empfohlen, eine „historische und heroische Entscheidung“ zu treffen: Er solle zurücktreten, um seinem Land weiteres Blutvergießen zu ersparen.

Sadr, der eine große Gefolgschaft unter den Armen Bagdads und in den südlichen Städten Syriens hat, forderte Assad mit freundlichen Worten auf und verurteilte zugleich den Angriff der USA auf den militärischen Stützpunkt Syriens, der eine Vergeltung gegen den angeblich mit chemischen Waffen geflogenen Angriff Syriens sein sollte.

Sadr begründete seine Empfehlung damit, dass die US-amerikanischen Luftschläge die ganze Region in den Krieg ziehen und nur dem terroristischen IS nützen würde.

Iraks schiitisch-geführte Regierung hat während des sechsjährigen syrischen Bürgerkrieges immer gute Beziehungen zur syrischen Regierung aufrechterhalten.

„Ich denke, es wäre eine große Tat von Präsident Baschar al-Assad, seinen Rücktritt in Liebe zu seinem Volk Syrien anzubieten, um ihm die Schmerzen des Krieges und des Terrorismus zu ersparen … und es wäre eine historische und heroische Entscheidung bevor es zu spät ist“, sagte Sadr in einer Erklärung.

[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.