Scheremetjewo wird privatisiert

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Der russische Staat überlässt die Aktienmehrheit am bekanntesten russischen Flughafen – Scheremetjewo im Norden der Hauptstadt – privaten Investoren. Das war die herausragende Neuigkeit am ersten Tag des Moskauer Luftfahrtsalons MAKS – nicht die zu erwartenden Verkäufe von Hubschraubern, Kampfflugzeugen und Suchoi-Passagiermaschinen.

Nach einer Meldung der russischen Ausgabe der Zeitschrift Forbes handelt es sich bei den Käufern um den Oligarchen Arkadij Rotenberg und zwei seiner Partner. Deren Holding TPS Avia ist seit Jahren als Co-Investor in dem unübersichtlichen Konglomerat juristischer Personen engagiert, das den Flughafen Scheremetjewo ausmacht. So besitzt TPS Avia Mehrheiten an Teilen der nördlichen Terminals B und C auf dem Gelände des ehemaligen Inlandsflughafens Scheremetjewo-I.

Beabsichtigt ist, die vielfältigen Aktivitäten auf dem gesamten Territorium – Passagierabwicklung, Catering, Betankung, Luftfracht, Zoll, Läger, Werbung, Duty free, Transport und dergleichen – im Rahmen einer Struktur zusammenzufassen. Davon sind auch Gemeinschaftsunternehmen mit ausländischer Beteiligung betroffen.

Auch Wnukowo geht in private Hand

Eine analoge Entscheidung war vor einigen Wochen bereits für den kleinsten der drei internationalen Moskauer Flughäfen – Wnukowo – getroffen worden. Die Mehrheit an der dortigen Holdinggesellschaft geht an den Unternehmer Witalij Wanzew und seine Partner, der Staat behält die Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie.

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