Saudi Arabiens König Salman ibn Abdulaziz Al Saud in Moskau

Putin saudi-arabischer König Salman 171005 kremlin.ru

Der König Saudi-Arabiens, Salman ibn Abd al-Aziz, ist am Mittwochabend zu seinem ersten Russland-Besuch in Moskau eingetroffen. Dies ist der erste Besuch eines saudi-arabischen Königs in Moskau.

Präsident Putin bezeichnete seine Gespräche mit Saudi Arabiens König hinter verschlossenen Türen als „substanziell, bedeutungsvoll und vertraulich“.

König Salman bemerkte, dass beide Länder eine sehr ähnliche Einstellung zu den regionalen und internationalen Problemen haben und er der Meinung ist, dass die bilaterale Zusammenarbeit eine stärkere Sicherheit und den Wohlstand beider Länder fördern werde.

„Wir sind zuversichtlich, dass es im Interesse unserer Länder große Chancen gibt, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern zu erweitern und zu diversifizieren, um den Handelsaustausch in allen Bereichen zu fördern“, sagte der saudische König.

Der König hob hervor, dass die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen verstärken muss, um Extremismus, Terrorismus und die Finanzierungsquellen des Terrorismus zu bekämpfen und wies darauf hin, dass Saudi-Arabien die Einrichtung des Zentrums für Terrorismusbekämpfung der Vereinten Nationen gefordert und 110 Millionen Dollar für diesen Zweck gespendet hat.

Zur Situation in Syrien sagte er, dass diese mit politischen Mitteln geregelt werden müsse, und sie müsse die Sicherheit und Stabilität sowie die territoriale Integrität des Landes garantieren. Er rief dazu auf, eine Einigung gemäß den Genfer-1-Beschlüssen und der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats zu erreichen.

„Es muss eine politische Lösung erreicht werden, die Sicherheit, Stabilität, Einheit und territoriale Integrität Syriens gewährleistet“, sagte der König.

König Salman betonte auch, dass Saudi-Arabien die Zusammenarbeit mit Russland fortsetzen will, um Stabilität auf den globalen Ölmärkten zu erreichen.

„Wir setzen uns für eine weiterhin positive Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern ein, um Stabilität auf den globalen Ölmärkten zu erreichen, was das Wachstum der Weltwirtschaft erleichtern wird“, sagte er.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass „es große Chancen für die Ausweitung und Diversifizierung der Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und Russland gibt, um eine Handels- und Wirtschaftsinvestitionsbasis zu schaffen“. Die relativen Vorteile beider Volkswirtschaften sollten ausgebaut werden, um eine Intensivierung der Handelsbeziehungen zu ermöglichen.

Rosoboronexport und die Saudi Military Industries Company haben ein Memorandum über den Kauf und die lokale Produktion von Militärprodukten unterzeichnet.

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitry Rogosin erklärte dazu am Donnerstag, Saudi-Arabien habe während der Gespräche hinter verschlossenen Türen Interesse am Kauf der S-400-Raketensysteme gezeigt und es sei eine militärisch-technische Zusammenarbeit diskutiert worden.
„Natürlich gibt es ein gewisses Interesse“, sagte er. „Gespräche über S-400 sind im Gange, aber es gibt noch keine endgültigen Entscheidungen.“

Nach den Verhandlungen unterzeichneten der russische Außenminister Sergej Lawrow und der saudische Minister für Energie, Industrie und Mineralressourcen Khalid Al-Falih ein Abkommen über die bilaterale Zusammenarbeit bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums für friedliche Zwecke.

Russland und Saudi-Arabien unterzeichneten auch einen Fahrplan für die handelsökonomische und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.