Sanktionen: Spielverbot für türkische Fußballer in Russland

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Das am Sonntag von Wladimir Putin verhängte Verbot für russische Unternehmer, türkische Arbeitskräfte anzuheuern, hat auch Folgen für den russischen Fußball. Ab dem 1. Januar wird ihnen der Weg nach Russland versperrt. Was passiert nun mit Gökdeniz Karadeniz, der seit 2008 für Rubin Kasan kickt und seinen Vertrag gerade bis 2018 verlängert hat?

Beim anstehenden Wintertransfer bleiben türkische Spieler draußen, erklärte Sportminister Vitali Mutko gegenüber der Zeitung „Sport-Express“: „Ich denke, wenn jemand im Winter-Transferfenster einen türkischen Sportler verpflichten will, wird ihm das nicht gelingen.“

Mutko: „Karadeniz ist ein russischer Junge“

In der gesamten Geschichte der Sanktionen waren eh nur fünf Türken am Ball. Aktuell ist der 35-jährige Gökdeniz Karadeniz betroffen, der in Kasan seine Wahlheimat gefunden hat. „Gökdeniz hat einen gültigen Vertrag, wir haben momentan nicht vor, den zu revidieren“, verlautet aus dem Verein. Mutko sieht in diesem Fall kein Problem: „Im Grunde ist er ein russischer Junge, ein bemerkenswerter Mensch. Wären alle so wie er, wäre das wunderbar!“

Was die Sanktionen betrifft, sind viele Fragen offen. Zum Beispiel, ob türkische Arbeitnehmer mit gültigen Verträgen weiter in Russland tätig sei können. Für den Sportminister steht fest, dass beim Bau der WM-Stadien involvierte türkische Unternehmen weiterarbeiten werden, solange ihre Kontrakte laufen. „Solange die Verträge wirksam sind, werden sie nicht revidiert“, so Mutko.

[sb/russland.RU]