Sanktionen hin oder her: Energiesektor rückt zusammen

Foto: Shell - Bluecoats CC BY-SA 2.0 via FlickrFoto: Shell - Bluecoats CC BY-SA 2.0 via Flickr
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Während die 28 EU-Mitglieder sich anschicken, die gegen Russland gerichteten Sanktionen um weitere sechs Monate zu verlängern (die Möchtegern-Gegenstimmen weichen dem Druck aus Washington, Brüssel und Berlin), widmen sich die Öl- und Gaskonzerne der immer engeren Zusammenarbeit.

Die Rede ist konkret von Gazprom, Shell und OMV. Nach den Worten des stellvertretenden Gazprom-Chefs Alexander Medwedjew soll der bereits eingeleitete Tausch von Aktiva zwischen Gazprom und den beiden westlichen Unternehmen bis Jahresende durchverhandelt sein.

Shell schichtet nach BG-Übernahme um

2015 hatten Gazprom und die holländische Shell eine strategische Partnerschaft vereinbart. Das Thema hat an Aktualität gewonnen, seit Shell im Februar für 54 Mrd US-Dollar die BG Group, die ehemalige British Gas, übernommen hat. Gazprom plant neben dem Bau eigener Gasverflüssigungsanlagen auch die Beteiligung an Gemeinschafts- und Handelsunternehmen mit internationalen Partnern. Die Moskauer Zeitung Wedomosti zitiert den stellvertretenden Generaldirektor des Fonds für Nationale Energiesicherheit, Alexej Gribatsch, mit den Worten, bei den Gemeinschaftsunternehmen seien für Gazprom sowohl die Förderung als auch die Verarbeitung von Interesse.

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