Russlands Zentralbankchefin die beste Europas

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Das britische Magazin »The Banker« hat die russischen Zentralbankchefin Elvira Nabiullina zur besten Zentralbankchefin Europas gekürt.

„Die Zentralbank Russlands hat mit ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren das Land aus der Wirtschaftskrise und der Abwertung des Rubels sowie den Problemen der Bankbranche herausgebracht. Die starke Hand der Chefin der Zentralbank, Elvira Nabiullina, hat dem Land geholfen, seine Schwierigkeiten zu überwinden, was ihm 2017 ermöglichen wird, zum Wirtschaftswachstum zurückzukehren“, so die „Laudatio“.

Dass die Inflationsrate in Russland deutlich gesunken sei und sich die Bankenbranche erholt habe, sei ausschließlich das Verdienst der Zentralbankchefin.

Schon im August vergangenen Jahres schrieb »The Wall Street Journal«, die Entscheidung der Zentralbankchefin, den Rubel nicht mehr an den US$ zu binden und die Leitzinsen zwecks Vorbeugung gegen die Kapitalflucht aus Russland und zur Senkung der Inflationsrate deutlich zu erhöhen, sei zwar hart gewesen, habe jedoch dazu geführt, dass das Land wieder für Investoren interessant wurde und der Wechselkurs des Rubels zum US$ um 15 % stieg.

„Diese Schritte waren schmerzhaft für die russische Wirtschaft, die wegen der Rubelabwertung sowie wegen des Rückgangs der Kaufkraft der Bevölkerung in eine tiefe Rezession fiel. Aber mit der Zeit konnte dadurch das Vertrauen der internationalen Investoren in die russische Wirtschaft … wiederhergestellt werden“, schrieb »The Wall Street Journal«.

(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.