Russlands Aktienmarkt reagiert mit starken Verlusten auf Krimkrise

Wie erwartet reagierte die russische Börse nach dem Krim-Krisen-Wochenende nach der Eröffnung des Handels mit einem kräftigen Rutsch nach unten. Innerhalb der ersten fünf Minuten gab der russische Börsenindex RTS um sieben Prozent nach und tauchte später auf zehn Prozent während der Moskauer Börsenindex um 8 Prozent nachgab.

Innerhalb kurzer Zeit verloren die Aktien wichtiger russischer Firmen und Konzerne stark an Wert: Sberbank 7 Prozent, WTB 12,5 Prozent, Gasprom 11, 4 Prozent. Die Moskauer Börse sieht vor, bei einem Verlust von 15 Prozent den Handel für eine halbe Stunde und bei 25 Prozent für den ganzen Tag einzustellen.

Auch die Abwertung des russischen Rubels beschleunigte sich weiter, so stieg der Dollarkurs auf 37 Rubel, und der Euro wurde mit 50,7 Rubel gehandelt. Die russische Nationalbank reagiert darauf mit einer Erhöhung des Leitzinssatzes von 5,5 auf 7 Prozent.

Laut Fontanka.ru könnte die russische Währung mit einer leichten Stabilisierung rechnen, falls der Rubel in den Grenzregion der Ukraine anstatt der Hrywnja als Zahlungsmittel eingesetzt würde. Eine Abwertung des Rubels war bereits seit Jahresbeginn zu beobachtet und wurde durch die aussenpolitische Krise verstärkt. Es wird mit einem zunehmenden Abzug von Geldern ins Ausland gerechnet.

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