Russland und die Türkei wollen wieder zusammenarbeiten

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Putin und Erdogan begannen ihre Gespräche im Konstantin-Palast in Strelna am Stadtrand von St. Petersburg mit einem kräftigen Händeschütteln.

Die beiden Staatschefs trafen sich nach einer 8monatigen Frostperiode. Grund für diese Frostperiode war der Abschuss eines russischen Su-24-Bombers durch die türkische Luftwaffe über syrischem Territorium.

Putin und Erdogan gaben kurze Erklärungen zu den zu besprechenden Themen ab. Putin hob hervor, dass die russisch-türkischen Beziehungen in der Vergangenheit ein hohes Niveau erreicht hatten.

„Doch nach der bekannten Tragödie, die im November letzten Jahres das Leben eines unserer Militärangehörigen gekostet hat, haben sie einen Tiefpunkt erreicht. … Ihr aktueller Besuch, trotz der sehr schwierigen politischen Lage in der Türkei, zeigt, dass wir unseren Dialog fortsetzen möchten und die Beziehungen zum Wohle der Interessen des türkischen und russischen Volkes wiederherstellen wollen“.

Putin betonte, dass Russland grundsätzlich verfassungsfeindliche Aktionen wie den Putschversuch in der Türkei ablehne und machte darauf aufmerksam, dass er einer der ersten gewesen sei, die Erdogan angerufen haben und seine Unterstützung angeboten haben.

„Das ist unsere grundsätzliche Einstellung: Wir sind gegen jede verfassungsfeindliche Aktion. … In diesem Zusammenhang möchte ich die Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass das türkische Volk mit diesem Problem unter Ihrer Führung fertig wird, und Recht und Ordnung wiederhergestellt werden“, so Putin.

Putin bot Erdogan an, die Möglichkeiten, zu diskutieren, wie der Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit wiederhergestellt werden könne.

„Wir werden heute Gelegenheit haben sowohl im engen und als auch erweiterten Format über das gesamte Spektrum unserer Beziehungen zu sprechen, einschließlich über die Wiederherstellung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und über die Zusammenarbeit im Bereich der Terrorismusbekämpfung“, sagte Putin und fügte hinzu, dass er „sehr froh über diese Gelegenheit sei“.

An den Gesprächen werden auch der russischen Außenminister Sergej Lawrow und Präsidentenberater Yuri Uschakow, der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu und der stellvertretender Generalsekretär der türkischen Präsidentschaft zuständig für Außenpolitik Ibrahim Kalin teilnehmen.
(hmw/russland.news)