Russland und China – Neue Wege

Der russische Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Aleksej Uljukajew, und der chinesische Wirtschaftsminister Gao Hucheng haben am Freitag drei neue Wege der Zusammenarbeit beschlossen, teilte Uljukajews Pressesprecherin Jelena Laschkina mit.

Da sei einmal eine gemeinsame Arbeitsgruppe auf hohem Niveau für die strategische Zusammenarbeit bei Weltraumprojekten, wobei auf Wunsch Moskaus Projekte, die Russlands Transportpotential betreffen, die Zusammenarbeit bei dem Navigationssystem und gemeinsame Projekte in der Aluminiumindustrie hinzugefügt wurden.

Außerdem besprachen Uljukajew und Gao zwei weitere Wege der Zusammenarbeit im Bereich der Investitionen und beschlossen ein bilaterales Investitionskomitee zu gründen. Sie sind der Meinung, dass die gegenseitigen Investitionen der russischen und der chinesischen Wirtschaft einen neuen Wachstumsschub bringen werden. Die vorgesehenen Projekte werden Chinas direkte Investitionen in die russische Wirtschaft bis 2020 auf das Siebenfache erhöhen.

Als Drittes sollen Maßnahmen ergriffen werden, die die Zusammenarbeit beider Länder in Russlands Fernem Osten verstärken.

Die Form der Beteiligung chinesischer Gesellschaften kann unterschiedlich sein und aus Investitionen, Darlehen, Auftragsarbeiten und der Teilnahme an Projekten in jedwedem Punkt des Entstehungszyklus bestehen. Außerdem besprachen die Minister die Aussichten chinesischer Firmen bezüglich des Betreibens und der Steuerung von Sonderwirtschaftszonen und Gebieten besonderer Entwicklung, die im Fernen Osten entstehen. Chinas Wirtschaftminister wies auf darauf hin, dass Russlands Unterstützung der chinesischen Initiative, eine Asiatisch-Pazifische-Freihandelszone unter dem Dach der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) bis 2025 zu gründen, sehr wichtig sei.

Uljukajew und Gao trafen sich am Vorabend des APEC-Ministerforums, das in Qingdao am 17. Mai beginnt. Mitglieder der APEC sind 21 Länder und Gebiete der Region, einschließlich Russland, China, den USA, Südkorea, Japan und die südostasiatischen Staaten. Zusammen produzieren sie mehr als die Hälfte des globalen BIP. Russland ist Mitglied seit 1997.