Russland: „Todesspirale“ oder wirtschaftliche Gesundung?

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[Ulrich Heyden] Sanktionen, sinkender Ölpreis, kontinuierlicher Wertverlust des Rubel gegenüber Dollar und Euro. Die Lage in Russland ist äußerst schwierig, aber nicht aussichtslos.

Die russische Zentralbank entschloss sich in der Nacht auf Dienstag zu einem radikalen Schritt. Nachdem der Rubel-Kurs am Montag an den Börsen um über zehn Prozent gesunken war, erhöhte die russische Zentralbank den Leitzins in einer Nachtsitzung von 10,5 auf 17 Prozent.

Es ist bereits die sechste Leitzinserhöhung seit Jahresbeginn. Erst am Donnerstag war der Leitzins von 9,5 auf 10,5 Prozent angehoben worden.

Die Zentralbank begründete ihren radikalen Schritt mit der Notwendigkeit, die Inflation (zurzeit 9,4 Prozent) einzudämmen und die Abwertung des Rubel zu stoppen. Seit Januar hat der Rubel gegenüber dem Dollar die Hälfte seines Wertes verloren. Moskauer Experten sind skeptisch, ob die drastische Leitzinserhöhung die russische Währung stabilisieren kann. Viele Experten meinen, die Zentralbank müsse jetzt zusätzlich Dollars in den Markt pumpen.

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