Russland stellt sich auf Klimawandel ein

[von Angelina Davydowa/St. Petersburg] – Lange hat sich Russland geweigert, Gefahren durch die Erderwärmung überhaupt anzuerkennen. Nun arbeitet das Land an einer Strategie zur Anpassung an den Klimawandel. Denn die Klimaschäden lassen sich nicht länger verleugnen.

Der Klimawandel wurde in Russland lange wie ein Witz behandelt. Jahrelang weigerte sich die russische Regierung einzugestehen, dass der Klimawandel überhaupt ein Risiko für das Land darstellt. Doch das ändert sich gerade. Langsam erkennt Russland an, dass es in Zukunft stark vom Klimawandel betroffen sein wird.

Kürzlich wurde ein wichtiges Klimagesetz geändert, welches regelt, wie sich Russland an den Klimawandel anpassen und seine Emissionen reduzieren soll. Das Wirtschafts- und das Energieministerium wurden beauftragt, eine Methodik ausarbeiten, wie sich Klimarisiken und Klimaschäden messen lassen. Außerdem sollen die Ministerien konkrete Maßnahmen vorschlagen, wie sich das Land an den Klimawandel anpassen kann.

Das sei ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Klimaanpassungs-Strategie, frohlockt das Umweltministerium. Im Juli 2018 soll der Plan stehen – so hat es Russland auch in seinem Klimaziel für das Pariser Klimaabkommen versprochen. In dem überarbeiteten Gesetz sind die Hauptrisiken durch den Klimawandel übrigens schon aufgezählt: das Schmelzen der Permafrostböden und der Gletscher, stärkere Niederschläge, Überflutungen, Stürme und Dürren.

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