Russland setzt am Absturzort Drohnen ein

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Bei den Bergungsarbeiten des russischen Passagierjets im Sinai setzen die russischen Rettungskräfte Drohnen ein, verlautete aus dem Katastrophenschutzministerium in Moskau. Mit den unbemannten Fluggeräten soll die Absturzstelle genauestens gescannt werden. Die Wrackteile verteilen sich über 20 Quadratkilometer. Heck und Rumpf der Unglücksmaschine liegen acht Kilometer voneinander entfernt.

Vor Ort sind etwa 100 russische Rettungsleute im Einsatz, die am Samstag aus Russland eingeflogen worden waren. Sie arbeiten mit ägyptischen Helfern zusammen. Die Bergungsarbeiten sollen Montagabend abgeschlossen werden.

Derweil erklärte ein Sprecher der betroffenen Fluggesellschaft Kogalymavia auf einer Pressekonferenz in Moskau, die Maschine sei durch „äußere Einwirkung“ in der Luft auseinandergebrochen; sie sei „technisch intakt“ gewesen. Es habe „bedeutende Schäden“ an der Konstruktion gegeben. Ein technischer Defekt führe nicht zum Zerbersten, so der Sprecher.

Ob die Katastrophe von einer Explosion oder einem Anschlag ausgelöst wurde, sagte er: „Alles ist möglich.“ Dieser Version widersprechen allerdings die ägyptischen Ermittler vor Ort. Von dort verlautete, es habe keine „äußere Einwirkung“ gegeben.

[sb/russland.RU]