Russland könnte Kubas wichtigster Erdölpartner werden

Ölbohrung Foto Flickr Dawn of a new day NSP by Graeme Darbyshire CC BY 2.0

Russland könnte bei der Erschließung der vor Kubas Küste vermuteten Erdölreserven zum bedeutendsten Partner des Karibikstaats werden. Wie Manuel Marrero, der Berater der Ministerin für Grundstoffindustrie Yadira García, am Dienstag auf einer Konferenz in Havanna mitteilte, verhandelt derzeit ein russisches Konsortium über einen Vertrag zur Ausbeutung von 15 Blocks in der kubanischen Zone des Golfs von Mexiko.

Die Wirtschaftsgewässer Kubas im Golf von Mexiko sind 112 000 Quadratkilometer groß und in 59 Blöcke eingeteilt. Am Abbau von 21 Öllagerstätten davon sind Unternehmen aus Spanien, Norwegen, Indien, Venezuela, Vietnam, Malaysia und Brasilien beteiligt. Kuba fördert zurzeit rund 60 000 Barrel Öl pro Tag.

China und Angola verhandeln demnach über die übrigen acht Blöcke. Die russische Seite interessiere sich für ein „unerforschtes Gebiet in ultratiefen Gewässern“, was ihre Entscheidung erschwere. Marrero erklärte, die kubanischen Behörden seien offen für Investoren aus den USA, falls die Regierung in Washington sich entschließe, die seit 1962 gegen Kuba verhängte Blockade aufzuheben oder zu lockern. [ russland.RU ]