Russland in aller Kürze [30.05.2014 aktualisiert 19:40] Was sonst noch war

Russland – OSZE

Russland hat 600.000 Euro für die Arbeit der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine bereitgestellt, sagte der ständige Vertreter Russlands bei dieser Organisation, Andrej Kelin.

Russland – Krimtartaren

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat in einem Telefongespräch mit Putin dessen Schritte zur Verbesserung der Situation der krimtatarischen Minderheit auf der Schwarzmeerhalbinsel gewürdigt, teilte der Kreml am Freitag mit. Die Krim hatte rund 300 Jahre lang zum Osmanischen Reich gehört, bis sie 1783 vom Russischen Reich erobert wurde.

Russland – EU                   

„Niemand, mit dem ich spreche, ist an einem dauerhaft Nicht-Verhältnis oder gar einer gefährlichen Isolierung Russlands interessiert“, so Steinmeier in einem am Freitag in der „FAZ“ veröffentlichten Interview. „Wir wollen Zusammenarbeit, wenn und soweit irgend möglich; Russland muss uns aber auch die Möglichkeit geben, den aktuellen Konflikt zu überwinden. … Dann können wir ausloten, welche Perspektiven es für künftige Kooperationen geben kann. Nur: Es ist zu früh, solche Diskussionen zu führen.“

Russland – South Stream

Das Projekt South Stream läuft entsprechend dem Zeitplan. Ende 2015 wird das erste Gas nach Bulgarien strömen, sagte der Chef der russischen Gasholding Gazprom, Alexej Miller, am Freitag in Athen bei einer Generalversammlung des Europäischen Geschäftskongresses.

Russland – Raketenabwehr

Moskau bewertet die Ablehnung seines Teilnahmeantrags für die Internationale Raketenabwehr-Konferenz in Mainz vom 17. bis 20. Juni als Beweis dafür, dass der Dialog mit Russland zu diesem Thema ausgesetzt wird, heißt es am Freitag in einem Kommentar des russischen Außenministeriums.
„Dieses ‚straußenartige‘ Herangehen muss unvermeidlich Sorge hervorrufen, da in Europa die durch nichts gezügelte Stationierung von Elementen der US- und Nato-Raketenabwehr aktiv weiter geht. … Die Lage, die sich herauskristallisiert, bekräftigt nur noch unsere Schlussfolgerungen hinsichtlich der eigentlichen Zweckbestimmung des Raketenabwehrpotentials, das die USA und ihre Verbündeten aufbauen“. Dadurch werde das strategische Gleichgewicht gefährdet.

Russland – Frankreich

Rosoboronexport hat von Frankreich keine Meldungen über mögliche Änderungen des Vertrags über die Lieferung von Mistral-Hubschrauberträgern bekommen, teilt der Sprecher des Unternehmens, Wjatscheslaw Dawidenko, mit.
Zuvor hatten die US-Kongressmitglieder an den Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen einen Brief geschickt, in dem sie baten, die von Russland bestellten Mistral-Schiffe an die USA zu verkaufen.

Russland – Hochwasser

In mehreren Gebieten der Region Altai ist wegen des erhöhten Wasserpegels Ausnahmezustand ausgerufen worden.
Sechs Brücken und einige Fahrbahnen sind zerstört, darüber hinaus sind 56 Grundstücke überschwemmt worden, meldet der Pressedienst der lokalen Behörden. Laut jüngsten Angaben kamen vier Menschen ums Leben. Die Einwohner von 5.000 Häusern wurden evakuiert.
Wegen der Regenfälle ist der Wasserpegel in lokalen Flüssen um 30 Zentimeter gestiegen.