Russland in aller Kürze [06.05.2014] Was sonst noch war

Russland-Serbien

Serbiens Präsident Nikolitsch ist an einer stärkeren Mitarbeit am South.Stream-Projekt, das Gas am Grund des Schwarzen Meeres nach Bulgarien und dann weiter an Land nach Griechenland, Italien und Österreich geht, interessiert.
Dieses Projekt werde Serbien für lange Zeit Energiesicherheit gewähren und und der nationalen Wirtschaft einen deutlichen Schub geben, sagte Nikolitsch bei einem Besuch der russischen Dumasprechers Naryschkin, und betonte, dass Russland sowohl die Haltung Serbiens bezüglich der Ukraine und auch den Wunsch Serbiens, der EU, die auch Russlands wichtigster Handelspartner ist, beizutreten, sehr gut verstehe.

Russland-Georgien

Russland wird sich nicht in Georgiens ureigenste Angelegenheiten wie ein Assoziierungsabkommen mit der EU einmischen, sagte Außenminister Lawrow in Wien. Sein Rat sei aber, die EU oder die USA zu fragen, was passieren werde, wenn die die georgischen Führer dieses Ziel nicht erreichen. Er wolle nicht unhöflich sein, aber sie sind die Adressaten für diese Fragen. Russland habe noch nie Staaten destabilisiert und ‚farbige Revolutionen‘ insbesondere braune – wie in der Ukraine – angezettelt.

Russland-USA

Russland wird seine Beziehungen zu westliche Gesellschaften, die von den USA gezwungen werden, nicht am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg teilzunehmen, nicht ändern, sagte der russische Minister für wirtschaftliche Entwicklung. „Anders als die US-Regierung akzeptieren wir Druck, offensichtliche Erpressung und Drohungen nicht als Mittel des Dialogs. Deshalb werden wir unsere Einstellung zu diesen Firmen nicht ändern, haben wir Ihnen versichert; und sie begreifen sehr gut, dass sie Opfer sind. Es ist verständlich, dass wir mit den Gesellschaften Beziehungen entwickeln, mit denen wir direkten Kontakt haben. Das heißt aber nicht, dass wir den Kontakt, mit denen, die nicht am Forum anwesend sein können, ablehnen.“

Sibirien

Ungefähr 160 Feuer auf ca. 38.000 Hektar sind in den letzten 24 Stunden in Sibirien gelöscht worden. Jetzt brennen noch 122.000 Hektar in sieben verschiedenen Regionen, davon allein 116.000 Hektar in der Transbaikalregion. Mehr als 2.000 Spezialisten des Waldschutzes und Fallschirmjäger mit 402 Löschmaschineneinheiten und 32 Flugzeuge nehmen an den Löscharbeiten Teil.

Russland-Litauen

Litauische Gesellschaften, die sich in der Ukraine und in Russland engagiert haben, haben aufgrund der aktuellen politischen Situation und dem dadurch geschädigten Handel Verluste gemacht, sagten Experten der litauischen Vereinigung Industrieller. Die Gründe für das zurückgegangene Geschäft waren der kleinere Verbrauchermarkt, der negative Wechselkurs beider Länder, logistische Probleme, Zahlungsverzug, das Nichterfüllen von Verträgen und das Ausbleiben neuer Verträge. Gesellschaften für Nahrungsmitte, für chemische und für elektronische Produkte litten am meisten. Die Exporttendenzen für beide Länder sind  jedoch unterschiedlich. Während die Exporte in die Ukraine in fast allen Bereichen um 37 % zurückgegangen sind, ist der Export nach Russland in diesem Jahr um 12 % gestiegen, was zu größten Teil dem Anstieg der Nahrungsmittelexporte geschuldet ist.