Russland im Wohlstandsranking: Brot ohne Spiele

Die Russen geben überdurchschnittlich viel Geld für Lebensmittel aus, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“. Laut der Rankingagentur RIA Rating befindet sich Russland im scheidenden Jahr auf Platz 29 unter den insgesamt 40 gewerteten europäischen Ländern nach dem Anteil der Lebensmittel an den gesamten Ausgaben der Bürger.

Dieses Merkmal hängt unmittelbar mit dem Wohlstand zusammen: Je geringer der Wohlstand, desto größer die relativen Ausgaben für Nahrungsmittel, und umgekehrt. In den meisten westeuropäischen Ländern betragen sie normalerweise zehn bis 15 Prozent, während das übrige Geld für Unterhaltung, Kommunikationsmittel, Medizin, Bildung, Haushaltstechnik, Kleidung, Reisen usw. ausgegeben wird. Somit ist es kein Wunder, dass an der Spitze des Rankings Luxemburg liegt, dessen Bürger nur 8,8 Prozent ihrer Einkommen für Lebensmittel ausgeben. In Großbritannien und der Schweiz beträgt diese Zahl 9,1 bzw. 9,6 Prozent. Auf den vorderen Plätzen befinden sich auch Dänemark, Norwegen, Deutschland und Österreich.

In ärmeren Ländern ist die Situation umgekehrt: Dort müssen die Menschen bis zu 50 Prozent ihrer Einkommen für Lebensmittel ausgeben. Bemerkenswert ist, dass sich auf den letzten 15 Plätzen im Ranking nur ehemalige Ostblockstaaten befinden. In Russland belaufen sich die Lebensmittel-Ausgaben auf 30,3 Prozent. Das ist  mehr als in den baltischen Ländern, aber weniger als in Weißrussland und der Ukraine.

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