Russland droht den USA mit gerichtlichen Schritten

Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow hat bei US-Staatssekretär Thomas Shannon gegen die gewaltsame Schließung des russischen Generalkonsulats in San Francisco und die illegale Beschlagnahme russischen diplomatischen Eigentums in Washington und San Francisco Protest eingelegt, so das russische Außenministerium am Montag nach Konsultationen zwischen beiden Diplomaten in Helsinki.

„Diese Schritte, einschließlich der Durchsuchung unserer Räumlichkeiten, die diplomatische Immunität genießen und die von den US-Sicherheitsdiensten unter Androhung von Gewalt durchgeführt wurden, sind eine offensichtliche Verletzung des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen und die bilaterale konsularische Konvention. Mehr noch, unseren Diplomaten wurden ernsthafte Beschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit auferlegt.“

Das Ministerium betonte, dass Russland die Lebensbedingungen der US-Diplomaten in Russland den Beschränkungen der russischen in den USA entsprechend einrichten werde.

Es verwies auf weitere inakzeptable Aktionen, wie die Festnahme russischer Bürger durch Sicherheitsdienste der USA in Drittländern.
Dies alles seien Maßnahmen, die die Beziehungen zwischen beiden Ländern zerstören und das Völkerrecht untergraben würden.

Rjabkow erläuterte, dass man es bis jetzt vermieden habe, vor Gericht zu gehen, es aber jetzt tun werde.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.