russland.COMMUNITY: Im Dienste Moskaus: Die Bush-Family

Die TAGESSCHAU auf der Spur des Verbrechens

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von U. Gellermann Die TAGESSCHAU, jene berühmte Maschine zur Verbreitung bedeutender Nachrichten aus Washington, hat wieder ein Meisterstück abgeliefert: Unter dem Titel „Hackt Russland die US-Wahl?“, noch zaghaft mit einem Fragezeichen versehen, gibt die TAGESSCHAU eine Meldung des „Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten“ ziemlich ungeprüft weiter. Das auch „Heimatschutzministerium“ genannte Amt, die drittgrößte Behörde der USA (200.000 Mitarbeiter), hat zwar den repressiven Charakter der DDR-Staatssicherheit aber nicht deren bürokratische Akkuratesse: Es gilt auch als Ministerium für die Verbreitung von aufblasbaren Fürzen zur Irritation der Öffentlichkeit.

Der jüngste, brav von der TAGESSCHAU referierte Furz, stellt sich bei genauer Betrachtung als eine Aktion der Enthüllungsplattform Wikileaks heraus. Die hatte schon im August gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Aus denen wurde klar, dass der Wahlkampf von Clinton gegen ihren parteiinternen Rivalen Bernie Sanders bevorzugt, also manipuliert worden war. Aus dieser uralten Nachricht macht das US-Ministerium zur Verbreitung gasförmiger Gerüchte jetzt eine nagelneue Botschaft: Der Russe war´s! Und die TAGESSCHAU referiert diesen altbackenen Unsinn: „Schon damals verdächtigen Experten und Regierungskreise russische Hacker mit Verbindungen zu Regierungsorganisationen.“

Seit Monaten wird Donald Trump von den Deutschen Medien als Favorit Russlands entlarvt: Nur scheinbar naiv fragt die TAGESSCHAU: “Was verbindet Trump und Putin?“, um wenig später mit dieser Frage: „Zahlte prorussische Partei an Trumps Manager?“ das wahre Ausmaß des russischen Einfluss auf den US-Wahlkamp zu enthüllen. Da kann der SPIEGEL nicht abseits stehen und gibt Furz: „Donald Trump und die geheime Russland-Connection“, während die BILD-Zeitung einen alten Film recycelt: „Trump – Liebesgrüße nach Moskau“ um der TAGESSCHAU-Kampagne so die nötige James-Bond-Würze hinzuzufügen. Richtig: Es geht um eine Agentenstory, die schon lange läuft. Denn die Russen sind schlau: Mit einem Kandidaten wie Donald Trump, einem Abziehbild des hässlichen Amerikaners, sind die USA erledigt. Kein ernsthafter Mensch will mit Trump reden. Wenn der also Präsident wird, wird auch keiner mehr mit den USA reden wollen. Und genau das wollen die Russen!

Doch wie die TAGESSCHAU – eine alte aber sehr geheime Enthüllungsplattform – demnächst ans Licht bringen wird, haben die Russen schon viel länger ihre Hände im amerikanischen Präsidenten-Spiel: Im Jahr 2000 drohte mit Al Gore ein moderater, für US-Verhältnisse vernünftiger Kandidat, die Wahlen gegen den völlig bescheuerten und gefährlichen George W. Bush zu gewinnen. Das ließ den Russen keine Ruhe. Mit wie üblich unlauteren Mitteln – einer Mischung aus Wodka und Russengas – bestachen sie den amtierenden Gouverneur des Staates Florida Jeff Bush, die Wahlen in seinem Bundesstaat zugunsten seines Bruders zu fälschen und dem späteren Bush-Präsidenten zum Sieg zu verhelfen. Prompt begann der den Afghanistankrieg. Das russische Szenario setzte sich durch und seit dieser Zeit sind die USA, letztlich gegen ihren Willen in Afghanistan.

Auch im US-Präsidentschafts-Wahlkampf 2004 schien es so, als ob mit John Kerry, ein halbwegs gescheiter Kandidat, des Rennen um das Weiße Haus gegen Bush hätte gewinnen können. Mit Kerry, der damals noch über Verstand zu verfügen schien, hätten die USA vielleicht den Krieg im Irak, den Bush inzwischen vom Zaun gebrochen hatte, beenden können. Das konnten die Russen natürlich nicht zulassen. Sie wollten und wollen ja unbedingt, dass die USA als widerliche, blutige Militärmacht vor der Weltöffentlichkeit erscheinen soll. Also setzte man erneut den bewährten Jeff Bush ein: In dessen Bundesstaat wurden die Wahlmaschinen so raffiniert manipuliert, dass es jede Menge „Extra-Stimmen“ für George W. Bush gab und er die Wahl erneut gewinnen konnte, obwohl er allgemein als grenzdebil galt. Die TAGESSCHAU wird demnächst nicht nur diese Wahlfälschung, sondern auch die Tatsache beweisen, dass diese amerikanischen Wahlmaschinen später auf der Krim zum Einsatz kamen. Jeff Bush soll für diese Leihgabe mehrere tausend Hektoliter Krim-Sekt erhalten haben.

Die Wahl 2008 war dann ein ganz besonders raffiniertes Betrugsmanöver: In Moskau hatte man entschieden, dass man diesmal einen Kandidaten brauchte, der besonders fortschrittlich erschien: Ein Farbiger, der versprach die Lage der schwarzen Bevölkerung in den USA zu bessern. Ein Rechtswissenschaftler, der versprach, das illegale Folter-Lager der USA in Guantanamo aufzulösen. Ein Kandidat, der vorgab die ewigen Kriege der USA im arabischen Raum zu beenden. Dieser besonders perfide Plan ging auf: Mit Barack Obama gelang den Russen der größte Präsidenten-Wahlschwindel der letzten Jahrhunderte. Wem diesmal die halbe russische Ölindustrie zur Durchsetzung der Fälschung versprochen wurde, wird die TAGESSCHAU in naher Zukunft gnadenlos aufdecken.

Nun also Trump! „So ein US-Präsident wäre für Moskau ein Geschenk“, textete die ARD-Schwesterorganisation, die „Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft“ jüngst. Doch Experten warnen: Es könnte sich auch wieder um einen Moskauer Trick handeln, der die Weltöffentlichkeit in Sicherheit wiegen soll. Denn neben Trump lauert die völlig korrupte und kriegsgeile Kandidatin Hillary Clinton auf ihre Chance. Warum erwähnt man in Moskau fast nie, dass die Clinton, schon an ihren Wahlspenden abzulesen, eine klare Vertreterin der US-Oligarchie ist? Warum erinnert die russische Propagandamaschine nicht daran, dass die Clinton eine Befürworterin des Irak-Krieges war? Und auch selten daran, dass die Killary genannte Präsidentschaftskandidatin den Libyen-Krieg beinahe im Alleingang vom Zaun gebrochen hat?

Man hofft, dass die TAGESSCHAU den russischen Verbrechen immer auf der Spur sein wird. Oder ob ihr Chef, ein gewisser Doktor Gniffke, sich nicht doch nach den US-Wahlen als „Kapitan“ (капитан), als Hauptmann der Russischen Streitkräfte bekennen wird? Spätestens dann, wenn die Clinton die Wahlen gewonnen haben sollte, werden die Eingeweihten vom „Doppelten Obama“ sprechen, von jenem alten Agenten-Trick, bei dem links angetäuscht wird, um rechts vorbei zu ziehen. Doch eines ist sicher: Die TAGESSCHAU bleibt unerschütterlich auf jener Spur, die von der jeweiligen deutschen Regierung gebahnt worden ist.

Uli Gellermann hat den Kommentar zuerst bei der „Rationalgalerie“ veröffentlicht.

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