Russland: Bündnis zwischen Islamischem Staat und al-Nusra?

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[Von Florian Rötzer] – Putin will Syrienlösung herbeibomben, dazu müssen alle Assad-Gegner zu Terroristen werden.

Man muss mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen, was aus Moskau über die Gegner der Assad-Regierung zu hören ist, die allesamt, also auch die von den USA unterstützten, angeblich „gemäßigten“ Rebellen, als Terroristen auch mit russischen Luftangriffen bekämpft werden. So genannte Strategische Kommunikation gibt es auf allen Seiten. Während Moskau ein Interesse daran hat, alle kämpfenden Oppositionsgruppen als islamistische Terroristen zu bezeichnen, die von der syrischen Armee bekämpft werden, werden aber Gräueltaten und Kriegsverbrechen von dieser verschwiegen, beispielsweise der tausendfache Abwurf der furchtbaren Fassbomben auf Städte.

Kreml-Sprecher Peskov sagte nach dem Besuch von Assad, dass eine politische Lösung erst beginnen könne, wenn die Terroristen besiegt seien und die Gefahr eines Auseinanderfallens des Landes beseitig sei. Offen bleibt dabei, mit wem außer der syrischen Regierung über eine Lösung verhandelt werden soll. Er verwies wie auch schon Putin auf das syrische Volk, das das letzte Wort haben müsse, aber wer und vor allem welche Oppositionsgruppen sollen es bei Verhandlungen vertreten? Moskau hatte schon zwei Versuche gemacht, Gespräche zwischen der Assad-Regierung und anderen Vertretern syrischer Gruppen zu starten, allerdings ohne jedes Ergebnis.

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