Russland blockiert Sicherheitsbeschluss

Russland hat eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen blockiert, mit der das Mandat der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Syrien um ein weiteres Jahr verlängert werden sollte.

Der Resolutionsentwurf war von den USA initiiert worden. Neben Russland stimmte noch Bolivien dagegen und Kasachstan und China enthielten sich der Stimme.

Der Präsident des UN-Sicherheitsrates und französische Ständige Vertreter Francois Delattre sagte, „der Resolutionsentwurf wurde aufgrund eines negativen Beschlusses eines der ständigen Mitglieder nicht verabschiedet“.

Vor der Abstimmung hatte Russland, wie schon angekündigt, beantragt, die Diskussion über die Angelegenheit auf den 7. November zu verschieben, um zuvor den Bericht der Mission über die Untersuchungen im Khan Sheykhun-Vorfall vom 4. April zu sehen. Aber der Vorschlag wurde von der Mehrheit der Mitglieder des Sicherheitsrats abgelehnt.

Der Bericht der OPCW-Mission soll am 26. Oktober vorgelegt werden. Russland beschuldigte schon im Vorfeld die USA, indem sie bereits, ohne die Ergebnisse abzuwarten, Schlüsse ziehe und Entscheidungen treffe, „den Karren vor das Pferd zu spannen.“

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.