Russland bleibt die Antwort nicht schuldig

sanktionen
image_pdfimage_print

[Hanns-Martin Wietek] Am heutigen Mittwoch hat Präsident Putin einen Erlass unterzeichnet, mit dem das Importverbot für Lebensmittel aus der EU und USA bis Ende 2017 verlängert wird.

Zuvor, in der vergangenen Woche, hatte die EU sang- und klanglos ihre Sanktionen für ein halbes Jahr verlängert.

In den vergangenen Wochen hatte Putin recht eindringlich dafür geworben, die Sanktionsspirale zu kappen, und die Aufhebung des Importverbotes angeboten, wenn der Westen im Anschluss langsam die Sanktionen zurücknähme. Darüber hinaus gab es „Treueschwüre“ von Regierungschefs der EU, in denen versichert wurde, dass sie einer sang- und klanglosen Verlängerung der Sanktionen nicht zustimmen, sondern auf einer intensiven Diskussion dieses Themas bestehen würden.

Wieder einmal wurde Putin desavouiert.

Obwohl in der Zwischenzeit nicht nur wirtschaftliche Institutionen, sondern auch politische Volksvertreter, Parlamentarier, lauthals die Beendigung dieser sinn- und erfolglosen Maßnahmen fordern, hat es niemand der höchsten Volksvertreter, Regierungschefs, geschafft, gegen das preußische Diktat aufzumucken – und das obwohl sie wissen, dass die überwiegende Mehrheit ihrer Völker diesen Unsinn beenden will.

Das ist absolut unverständlich und man darf gespannt sein, wie lange das noch hingenommen wird – vor allem, nachdem erst kürzlich demonstriert wurde, dass die Macht wirklich beim Volke liegt.
(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.