Russland begrüßt kurdische Autonomie

Die syrische Außenministerin hat erklärt, dass die syrische Regierung „bereit ist, eine Selbstverwaltung mit den syrischen Kurden zu diskutieren, nachdem der endgültige Sieg über die terroristische Gruppe Islamischer Staat“ errungen sein wird.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums erklärte dazu, „Wir begrüßen und unterstützen die syrische Regierung bei ihren Bemühungen, eine nationale Versöhnung zu erreichen und gute Bedingungen für die Existenz von Vertretern verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen der Gesellschaft in Syrien zu schaffen.“

Die Kurden besiedeln heute nach den Kämpfen mit dem IS wieder einen breiten Streifen an der fast 1.000 km langen Grenze zur Türkei.
Bei der Bekämpfung des IS standen die Kurden auf der Seite der US-geführten Koalition.

Die Türkei befürchtet, dass die Kurden in Syrien einen unabhängigen kurdischen Staat an der Südgrenze der Türkei bilden könnten, was separatistische Stimmungen unter Kurden in der Türkei auslösen könnte.
Seit Jahrzehnten gibt es Bestrebungen der an der Grenze in der Türkei, in Syrien und in benachbarten Staaten lebenden Kurden einen eigenen Staat zu bilden. Die militanteste Gruppe ist die Arbeiterpartei Kurdistans (kurdisch: Partiya Karkerên Kurdistanê, Abk. PKK), eine kurdische, sozialistisch ausgerichtete Untergrundorganisation mit Ursprung in den kurdischen Siedlungsgebieten innerhalb der Türkei. Sie kämpft für die politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete in der Türkei, teilweise auch in den angrenzenden Ländern.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.