Russland: Aufruf, die Sanktionen zu erweitern, eine Unverschämtheit

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Der Aufruf des Verteidigungsausschusses des englischen Unterhauses, die EU-Sanktionen gegen Russland auszuweiten, sei eine Frechheit und Gemeinheit, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Dienstag auf ihrer Facebook-Seite.

„Der Verteidigungsausschuss des britischen Parlaments fordert die Ausweitung der EU-Sanktionen gegen Russland durch die Aufnahme weiterer russischer Regierungsbeamter in die entsprechenden Listen“, schrieb sie. So stehe es in einem Bericht des englischen Geheimdienstes. Zu erwägen seien „Reiseverbote für einen größeren Teil der russischen Führung“.

„Sie sind dabei, die EU zu verlassen, nicht wahr? Und sie kennen die negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die EU. Und sie schieben die Europäer noch weiter an den Abgrund. Das ist eine absolute Frechheit und Gemeinheit.“

In dem Teil des Berichts, der sich mit dem Dialog mit Russland beschäftigt, sieht der Kreml jedoch auch positive Ansätze, während er mit anderen Aussagen des Berichts überhaupt nicht einverstanden ist, so Regierungssprecher Peskow.

Zu Russlands Bedauern sei die britische Seite bekannt für ihr Faible, den Dialog einzuschränken und das auch in den sensibelsten Bereichen. „Deshalb ist der Wunsch nach Kommunikation ein Qell der Zufriedenheit für uns, der vollständig mit der Einstellung Moskaus übereinstimmt, dass nämlich internationale Aufgaben und nationale Probleme nur durch Dialog gelöst werden können“.

Peskow fügte hinzu, dass Moskau mit vielen Worten und Aussagen nicht übereinstimme. „Wir sind nicht einverstanden mit Formulierungen „Krim-Annexion“ und wir können die Bemerkungen zur Ost-Ukraine nicht akzeptieren. Aus unserer Sicht ist das eine falsche Interpretation und falsche Formulierung.“

Zur Rolle der NATO meinte Peskow, dass natürlich die auf Expansion ausgerichtete Politik ihre aggressive Natur unterstreicht. „Die NATO-Politik trägt nichts zur Sicherheit ihrer Mitgliedsländer bei. Im Gegenteil, sie produziert Spannung überall auf unserem Kontinent,
(hmw/russland.news)