Russland: Angeblich mehrere Terroranschläge vereitelt

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[Von Florian Rötzer] – Die Regierung legitimiert den Kriegseinsatz in Syrien auch mit der islamistischen Terrorgefahr.

Seit Russland angeblich erfolgreich den Islamischen Staat und andere islamistische Terrororganisationen in Syrien durch Luftangriffe in die Flucht schlägt, sollen nun bereits mehrere Terroranschläge verhindert worden sein, was von staatlichen Medien weit verbreitet wurde.

In letzter Zeit seien alle geplanten Anschläge verhindert worden, erklärte am Samstag der Sprecher des 2011 eingerichteten und dem Präsidenten unterstehenden Untersuchungskomitees, Vladimir Markin. In den letzten 10 Jahren seien 5.500 Terroristen zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, mehr als 2000 seien im Rahmen von Sondereinsätzen „eliminiert“ worden. Kreml-Sprecher Dmitry Peskov versicherte letzte Woche, dass die Sicherheitsbehörden gewappnet seien, um Terroranschläge abzuwehren, und sie direkt dem Präsidenten berichten würden. Man erhält den Eindruck, dass die russische Regierung zweigleisig verfahren muss, wie man das auch im Westen kennt. Während einerseits die Gefahr terroristischer Anschläge beschworen werden muss, um den Kriegseinsatz in Syrien zu rechtfertigen, muss die Bevölkerung gleichzeitig beruhigt werden, um nicht den Schluss zu ziehen, dass der Kriegseinsatz die Gefahr vergrößert.

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