Russisches Lebensmitteleinfuhrverbot kostet EU 6,7 Milliarden Euro

[Peter Mühlbauer] Weitere Verschlechterung der Beziehungen könnte über eine Eintrübung des Verbrauchervertrauens für noch größere Schäden sorgen

Dem niederländischen Finanzkonzern ING Groep N.V. zufolge kostet das als Reaktion auf Sanktionen der EU gegen Russland verhängte russische Verbot der Einfuhr zahlreicher Lebensmittel aus der EU deren 28 Mitgliedsländer insgesamt 6,7 Milliarden Euro und gefährdet 130.000 Arbeitsplätze. Bei der Berechnung dieser Zahlen berücksichtigte das Unternehmen nicht nur nicht nur den Schaden für Produzenten, sondern auch den für Dienstleister wie beispielsweise Speditionen und Großhändler.

Der Einbußen wurden von einem Team um den Wirtschaftswissenschaftler Raoul Leering für ein Jahr errechnet – den Zeitraum, für den das russische Importverbot vorerst gilt. Der größte Einzelschaden entsteht mit 1,3 Milliarden Euro in Deutschland. Außerdem sind hierzulande etwa 21.000 Arbeitsplätze gefährdet – 2.000 weniger als in Polen, das in dieser Kategorie die Verliererliste anführt. Deutlich weniger betroffen sind west- und südeuropäische Länder wie Frankreich, Spanien und Italien, wo jeweils nur 10 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.

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