Russisches Korrektursystem soll GPS keine Daten mehr liefern

[Von Peter Mühlbauer] Reaktion auf Weigerung der USA, den Bau von Referenzstationen zuzulassen

Das Navigationssystem GPS arbeitet nicht nur mit Satelliten in der Erdumlaufbahn, sondern auch mit zentimetergenau bekannten Referenzstationen am Boden, mit denen Störungen und Abweichungen korrigiert werden können. Eine Methode dazu ist das für das russische GPS-Konkurrenzsystem Glonass entwickelte „System of Differential Correction and Monitoring“ (SDCM), dessen Betreiber zur Verbesserung der Dienstleistung Referenzstationen auf dem Territorium der USA errichten wollen, was die amerikanischen Behörden jedoch verweigern.

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitri Rogosin hat deshalb verlautbart, dass die 19 russischen SDCM-Bodenstationen nur noch bis zum Ende des Monats Daten zur GPS-Korrektur liefern werden. Anschließend wolle man den USA drei Monate lang Zeit geben, ihre Blockadehaltung in neuen Verhandlungen zu überdenken.

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