Russischer Sportminister: Die Strafe für Blatter und Platini ist zu hart

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Der russische Sportminister Vitali Mutko hat die gegen FIFA-Boss Sepp Blatter und UEFA-Chef Michel Platini verhängte Sperre von acht Jahren als „zu hart“ bezeichnet. In einem kurzen Telefoninterview für „R-Sport“ sagte er, Blatter hätte einen solchen Abgang aus dem Fußball nicht verdient.

„Es ist schwer, das Urteil der Ethikkommission zu kommentieren“, sagte Mutko, der zugleich Präsident des Russischen Fußballverbandes ist. „Schwierig zu sagen, über welche Informationen sie verfügen. Das, was wir wissen und sehen, gibt meiner Meinung nach keinen Grund für eine solch harte Strafe. Vielleicht haben sie noch irgendwelche anderen Beweise (…). Für den europäischen Fußball ist das schlecht, Platini war der Chef der UEFA. Und ich denke, Blatter hat so einen Abgang aus dem Fußball nicht verdient.“

Russland hatte zuvor erklärt, es werde so lange zu Blatter halten, bis dessen Schuld bewiesen ist. Zwischen dem FIFA-Boss und Russlands Präsident Wladimir Putin besteht ein freundschaftliches Verhältnis. Bei seiner Jahrespressekonferenz in der vergangenen Woche hatte Putin sogar erklärt, Blatter hätte für seine Verdienste um den Weltfußball den Friedensnobelpreis verdient. Inwieweit dies ironisch gemeint war, ist eine Frage der Interpretation.

[sb/russland.RU]